Werden Sie Content-Quelle!

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9. November 2011

Unternehmen dürfen jetzt auch mit sog. „Pages“ in Google+, der Facebook-Alternative, präsent sein. Nicht erst dadurch werden sie zur Content-Quelle. Weil aber eine Kommunikationsplattform wie die Facebook-Wall fehlt, finden Fans nicht das „gelernte“ Betätigungsfeld, Zaungäste können ihre Neugier nicht befriedigen. Das für Social Media typische „Da simmer dabei“-Gefühl und 24/7-Geschnatter wird weniger unterstützt. Gut so, mögen diejenigen sagen, denen das sowieso nicht liegt. Andererseits: Die Chance zur informellen, ubiquitären Interaktion mit Kunden ist so verbaut. Auch eigene Funktionalitäten wie z.B. Landing Page oder Online-Shop sind b.a.w. nicht integrierbar.

Der Vorteil wiederum: Derart entschlackt von Banalst-Interaktion, wird der Blick frei auf echte Inhalte. So es denn welche gibt bzw. denn welche generiert werden. Und hier ist der springende Punkt, auf den wir nicht oft genug hinweisen können: Auf die Inhalte kommt es an. Nicht erst seit Facebook, Twitter & Co., erst recht nicht erst seit Google+.

Unternehmen und Organisation sollten, wenn sie im großen Free Jazz Konzert der Kommunikation noch eine relevante Rolle spielen möchten, selber Content-Quelle werden. Oder Informationskurator, wie Medienexperte Thomas Knüwer das nennt. Das sind starke Kumpel, die Inhalte filtern, strukturieren und preisgeben. Und damit Nutzen erzeugen im Ozean der Informationen, sich eine Reputation verschaffen, vielleicht sogar eine Community aufbauen und pflegen.

Ein neuer Begriff macht bereits die Runde: Content Marketing. Vielleicht ist dies wirklich die passende Kategorie, wenn sie von Ideologie entschlackt wird. Man wird sehen.

Doch da müssen wir Knüwer Recht geben: „Die meisten Unternehmen glauben aber, sie hätten nicht mehr Inhalte als Pressemitteilungen, Produktkataloge oder Beipackzettel. Ihnen kommt nicht in den Sinn, dass Verbraucher gerne hinter die Kulissen schauen oder eine Marke akzeptieren als fachkundigen Informationsfilter, gar Informationsproduzenten in einem spezifischen Feld.“ Wenn man jetzt noch die enge Kategorie “Verbraucher” durch Kunden und Stakeholder ersetzt, passt alles haargenau.

In diesem Sinne, liebe Unternehmen und Organisationen: Mehr Mut, mehr Bereitschaft zur Beratung, mehr Vertrauen in journalistische und redaktionelle Expertise!

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