Anti-PR Abstimmung bei Wikipedia

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15. Oktober 2013

Sorgen um die angebliche Unterwanderung durch PR macht man sich derzeit in der deutschsprachigen Wikipedia, der freien Enzyklopädie im Web. Es gibt eine Blacklist mit etwa 1700 Nutzerkonten, die mutmaßlich von Unternehmen oder Werbeagenturen geführt oder wenigstens initiiert und bezahlt werden. Die Anti-PR Bewegung macht sich an zahlreichen werblichen und substanzlosen Wikipedia-Einträgen über Unternehmen und Produkte, aber auch an sog. “Einzweck-Konten” fest. In einer Abstimmung (Meinungsbild), die am 21. Oktober endet, wird derzeit geklärt, wie mit den Einträgen (Edits) von Interessenvertretern künftig umgegangen werden soll. Es stehen vier Lösungsvorschläge, von streng (= generell keine Erlaubnis) bis moderat (= Erlaubnis unter Auflagen der Transparenz), zur Auswahl. Im Meinungsbild überwiegen derzeit die Stimmen, die eine strenge Zulassungsbeschränkung ablehnen. Denn es gibt bereits Vorgaben und Anstandsregeln, die allerdings nicht immer sachlich und konsequent gehandhabt werden. Unabhängig davon sollte es für PR-Treibende selbstverständlich sein, sich an die Community-Regeln wie auch einschlägige Branchen-Codizes zu halten. Letztlich zählt die Qualität des Resultats, nicht jede einzelne Quelle. Die Berechtigung zur Abstimmung ist an eine Reihe von Kriterien gebunden. Wir werden weiter berichten.

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