15. Februar 2012
Heute schon an Weihnachten denken!
Denn da macht die Branche der Unterhaltungselektronik bekanntlich die herrlichsten Umsätze. Wir wissen nicht, wieviele Smartphones und sonstige mobile Endgeräte bis zum Jahresende noch ihre Markteinführung erleben werden, aber gewiss wird sich der Trend zur mobilen Kommunikation rasant fortsetzen. Eine aktuelle Studie verspricht 10 Mrd. mobile Endgeräte bis 2016 – das wären mehr als die Weltbevölkerung zählt. 1,4 Geräte pro Kopf, um genau zu sein. Man muss also weder Prophet noch Zeitungsverleger sein, um sich klar zu machen, dass Inhalte recht bald schon vor allem mobil konsumiert werden, in zweiter Linie online, und dann vielleicht gedruckt. Print wird nicht sterben, muss aber seinen Charakter ändern. Inhalteanbieter – besagte Verlage, aber eben auch Unternehmen und Organisationen – müssen sich mit dem “mobile first”-Gedanken vertraut machen und Ihre Kommunikationsstrategie dem Nutzerverhalten anpassen. Die Betonung liegt auf “Strategie”, also dem Gegenteil von hektischen, ach-so-hypen Aktionismus auf allen Kanälen. Und wer heute beginnt, über neue Konzepte für Corporate Communications nachzudenken, erspart sich morgen Kosten, Zeitaufwände, Wirkungsverluste und Krisenmanagement. Aber 2016 ist ja noch so fern…
9. Januar 2012
Gute alte Bratwurst-Beziehung?
Jahreswechsel sind die Zeit der Betriebsfeiern. Kaum ist aber die Saison vorbei, steht schon die erste Betriebsversammlung im Kalender, bald gefolgt vom Betriebssommerfest. Die Zeiten dazwischen vertreiben wir uns mit selbstgemachten Newslettern oder Apellen via Intranet.
Sieht so Interne Kommunikation aus? Können Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf anspruchsvolle Ziele verpflichtet wurden, solche ritualisierten Abläufe überhaupt noch ernst nehmen? Wie attraktiv mögen sie auf motivierte Berufseinsteiger wirken? Viele mittelständische Unternehmen sind im letzten Jahrzehnt zu Global Playern gewachsen, aber leisten sich teils noch eine Interne Kommunikation wie zu Adenauers Zeiten.
Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist ein Multiplikator ersten Ranges. Niemand ist so nah dran am täglichen Geschehen in Unternehmen und Organisationen wie sie. Ihr Einfluss reicht weit in die Familien, den Freundes- und Bekanntenkreis, Stadt und Region. Wer immer Kundenkontakt hat – das ist nicht nur der Vertrieb – ist ein Botschafter. Auch die Standortpresse und die lokale Politik bekommen schnell mit, wenn der “Haussegen schief hängt”.
Verantwortliche schätzen einer Studie zufolge persönliche Gespräche und Formen der 1:1-Kommunikation (Intranet, Versammlungen, Feiern) als wichtigste Instrumente der Internen Kommunikation ein. Das hat Tradition und so ganz falsch ist es ja nicht. Drückt doch der persönliche Kontakt eine gewisse Wertschätzung aus.
Doch das ist nur der halbe Kuchen. Menschen, denen fortlaufend Flexibilität, Bereitschaft zu Weiterbildung, zur Umstrukturierung und das Einstellen auf sich ändernde Marktanforderungen abverlangt werden, verspüren ein wachsendes Bedürfnis nach Dialog, Erklärung und Orientierung. Ein Corporate Medium kann dieses leisten – wenn es das kann: wenn es interessante und relevante Inhalte erzählt und erklärt, wenn es journalistisch aufbereitet ist, wenn es Nutzen stiftet. Kurz: Wenn es sich selbst begehrenswert macht.
Erfüllt die evt. bereits vorhandene Mitarbeiterzeitschrift solche Anforderungen? Ist die Erstellung eines Mediums, das solches kann, aus „Bordmitteln“ leistbar? Welches sind die Checkpoints für die Wahl externer Kommunikations-Partner? Darüberhinaus: Wird Themenmanagement betrieben, auch über die unterschiedlichen Kommunikationskanäle hinweg (Print, Online, Mobil, Social Media)? Wer kann den Entstehungsprozess moderieren, Konflikte entschärfen, wenn Interessen auf einander prallen?
Diese Fragen dürfen sich Unternehmen und Organisationen selbstkritisch stellen und ehrlich beantworten. Unser „Executive Memo Interne Kommunikation“ unterstützt sie dabei.
5. Dezember 2011
Wir machen Ihre Blattkritik, …
… Sie zahlen dafür, was Sie für angemessen halten! Sie erhalten wertvolle Hinweise auf Stärken und Schwächen, Entwicklungspotenziale und -hemmnisse. Senden Sie uns einfach Ihre Publikation oder den Link.
So können Sie Ihr Kundenmagazin, Ihre Mitarbeiterzeitschrift, Themensite, Landingpage usw. nicht nur benchmarken, sondern auch nach Bedarf optimieren – mit uns als CP-Partner oder ohne uns, ohne Verpflichtung.
Wir betrachten Publikationen im Kontext, unter angemessenen Kriterien, statt uns in untergeordneten Aspekten wie einzelnen sprachlichen Formulierungen, grafischen Detaillösungen oder technischer Umsetzung zu verlieren. Sie erhalten wertvolle Hinweise auf Stärken und Schwächen, Entwicklungspotenziale und -hemmnisse.
Sie bestimmen die Höhe unseres Honorars: Nach Erhalt unserer Blattkritik zahlen Sie uns, was Sie für angemessen halten. Darüberhinaus können Sie uns natürlich stufenweise mit weiteren Leistungen beauftragen wie der Erarbeitung konkreter Vorschläge, der Durchführung eines redaktionellen und/oder grafischen Relaunches oder der Betreuung Ihrer Publikation über einen festgelegten Zeitraum.
Das Beste dabei: Bei Beauftragung der jeweils nächsten Leistungsstufe vergüten wir Ihnen das Honorar für die vorhergehende Stufe. Ist das ein Deal?
Weitere Info haben wir hier (Blattkritik) und hier (CP generell) für Sie bereitgestellt.
9. November 2011
Werden Sie Content-Quelle!
Unternehmen dürfen jetzt auch mit sog. „Pages“ in Google+, der Facebook-Alternative, präsent sein. Weil aber eine Kommunikationsplattform wie die Facebook-Wall fehlt, finden Fans nicht das „gelernte“ Betätigungsfeld, Zaungäste können ihre Neugier nicht befriedigen. Das für Social Media typische „Da simmer dabei“-Gefühl und 24/7-Geschnatter wird weniger unterstützt. Gut so, mögen diejenigen sagen, denen das sowieso nicht liegt. Andererseits: Die Chance zur informellen, ubiquitären Interaktion mit Kunden ist so verbaut. Auch eigene Funktionalitäten wie z.B. Landing Page oder Online-Shop sind b.a.w. nicht integrierbar.
Der Vorteil wiederum: Derart entschlackt von Banalst-Interaktion, wird der Blick frei auf echte Inhalte. So es denn welche gibt bzw. denn welche generiert werden. Und hier ist der springende Punkt, auf den wir nicht oft genug hinweisen können: Auf die Inhalte kommt es an. Nicht erst seit Facebook, Twitter & Co., erst recht nicht erst seit Google+.
Unternehmen und Organisation sollten, wenn sie im großen Free Jazz Konzert der Kommunikation noch eine relevante Rolle spielen möchten, selber Content-Quelle werden. Oder Informationskurator, wie Medienexperte Thomas Knüwer das nennt. Das sind starke Kumpel, die Inhalte filtern, strukturieren und preisgeben. Und damit Nutzen erzeugen im Ozean der Informationen, sich eine Reputation verschaffen, vielleicht sogar eine Community aufbauen und pflegen.
Doch da müssen wir Knüwer Recht geben: „Die meisten Unternehmen glauben aber, sie hätten nicht mehr Inhalte als Pressemitteilungen, Produktkataloge oder Beipackzettel. Ihnen kommt nicht in den Sinn, dass Verbraucher gerne hinter die Kulissen schauen oder eine Marke akzeptieren als fachkundigen Informationsfilter, gar Informationsproduzenten in einem spezifischen Feld.“ Wenn man jetzt noch die enge Kategorie “Verbraucher” durch Kunden und Stakeholder ersetzt, passt alles haargenau.
In diesem Sinne, liebe Unternehmen und Organisationen: Mehr Mut, mehr Bereitschaft zur Beratung, mehr Vertrauen in journalistische und redaktionelle Expertise!